Großer Preis des Mittelstands würdigt Altmühlfranken

04.10.2017

Bei der alljährlichen Auszeichnung des „Großen Preis des Mittelstands“ der Oscar-Patzelt-Stiftung (www.mittelstandspreis.com) - dem wichtigsten Wirtschaftspreis Deutschlands – wurde der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Bezirk Mittelfranken) mit dem „Sonderpreis Kommune des Jahres 2017“ ausgezeichnet.

Quelle: ZIA

 

Seit 20 Jahren wird diese Auszeichnung herausragenden kommunalen Gebietskörperschaften  verliehen, die sich besonders um den Mittelstand – die herausragende Stütze der deutschen Wirtschaft – verdient gemacht haben.
Mit diesem Preis werden die für eine zukunftsfähige Unternehmens- und Regionalentwicklung notwendigen Rahmenstrukturen bewertet und ausgezeichnet. Unter 81 nominierten Gebietskörperschaften konnte Landrat Gerhard Wägemann diesen Preis 2017  aus der Hand von Dr. Helfried Schmidt, dem Vorsitzenden der Stiftung entgegennehmen.

In der Laudatio wurde der Landkreis als besonders lebenswerte Region vorgestellt. So sind die Anzahl der Betriebe seit 2009 um 7 % gestiegen, die mit einem Gesamtumsatz von zuletzt 1,9 Mrd € damit 8,9 % mehr als im Vorjahr erwirtschafteten. Das Bruttoinlandsprodukt konnte im Zeitraum von 2007 bis 2013 um 18 % angehoben werden und beim Gewerbesaldo je 1000 Einwohner erreichte der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen einen überdurchschnittlichen Wert von 0,4. Im Tourismus werden mit beachtlichen Steigerungszahlen mittlerweile 150 Mio € umgesetzt, womit alleine bis zu 4.000 Arbeitsplätze gesichert werden. Mit einer Arbeitslosenquote von 2,9 % nähert sich der Landkreis mittlerweile der Vollbeschäftigung.

Quelle: ZIA

Als wesentliche Faktoren für diese äußerst positive Wirtschaftsentwicklung wurden zukunftsfähige Weichenstellungen, wie die Ansiedlung von zwei Hochschulen und auch die vom Landkreis gebildete Struktur der Zukunftsinitiative Altmühlfranken (www.altmuehlfranken.de) lobend erwähnt. Mit der Bündelung der Fachbereiche Standortmarketing und Wirtschaftsförderung, Regionalmanagement, Tourismus, Kultur und Heimatpflege, Klimaschutzmanagement, Bildung und Familienförderung, Gartenbau und Landespflege sowie einer Freiwilligenagentur wurden dort seit 2009 alle Entwicklungsperspektiven des Landkreises organisatorisch zusammengeführt, um eine breite Unterstützung für Unternehmen, Initiativen, Verbände aber auch für Kommunen anzubieten.

Dieter Popp (FUTOUR Regionalberatung) war mit dem Aufbau dieser Struktur von 2009  bis 2012 beauftragt, die sich dann aus einer Stabsstelle mit der Definition des Standortbegriffs Altmühlfranken und der Gründung dieser multifunktionalen Struktur der „Zukunftsinitiative" bis heute etablieren konnte. Während andere Landkreise dieses Modell schon frühzeitig als wegweisend angesehen und entsprechend gewürdigt hatten, musste um die politische Zustimmung im Landkreis selbst noch bis in die jüngste Zeit hinein immer wieder gerungen werden. Denn eine zukunftsfähige Entwicklungspolitik betrachten leider nach wie vor einige Kommunalpolitiker – die lieber nur verwalten und kontrollieren möchten - nicht als eine Kernaufgabe moderner staatlicher Daseinsvorsorge.

Kontakt: Dieter Popp

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