Rinder bringen Wunder

03.12.2018

Altmühltaler Weiderind als neues Produkt

Der Naturpark Altmühltal (www.naturpark-altmuehltal.de) – einer der größten Naturparke Deutschlands – will seine attraktiven Kulturlandschaften jetzt auch durch den gezielten Einsatz von Rindern erhalten und kreativ weiterentwickeln.

 

Schon mit dem Altmühltaler Lamm war es ja geglückt, die wertvollen und gerade auch für die Besucher faszinierenden Wacholder-Trockenrasen vor dem Verbuschen zu retten und dauerhaft offen zu halten.

Dieses Prinzip soll nun auch bei der Erhaltung der zahlreichen Wiesentälder und offenen Weidelandschaften angewandt werden. Diese sind durch eine zu intensive Grünlandnutzung zum einen gefährdet, weil ein bis zu fünfmaliger Schnitt über die Vegetationsperiode kaum Blühpflanzen eine Chance gibt, so dass nicht nur Insekten, sondern auch blütenreiche Wiesen suchende Urlaubsgäste das Nachsehen haben. Und andererseits droht den Wiesen ein Zuwachsen, wenn entweder gar keine oder zu wenig Raufutterfresser das Gras regelmäßig abweiden.

 

Mit der offensiven Unterstützung für den Aufbau einer Marke „Altmühltaler Weiderind" soll dieser Verarmung der Landschaft und dem Verlust von Biodiversität aktiv entgegengewirkt werden. Es soll daher ein Qualitätsprodukt entwickelt werden, dass über diese Leistungen und durch seinen darüber auch erzielten außergewöhnlichen Geschmack eine entsprechende Nachfrage bei bewusst nachhaltig lebenden  Verbrauchern erfährt. Mit der auf diese Weise auch möglichen Förderung vor allem alter Rinderrassen, die an solche Lebensraumbedingungen besonders gut angepasst sind, kann auch ein weiterer Beitrag zur Sicherung der genetischen Vielfalt durch alte bzw. an eine nachhaltige Weidehaltung angepasste Rinderrassen erreicht werden.

Dieses Projekt mit den beschriebenen Mehrfachnutzen wird derzeit von FUTOUR Regionalberatung im Auftrag des Naturparks vorbereitet, um mit Unterstützung der interessierten Landwirte, auf solche Spezialitäten wartende und handwerklich arbeitende Metzger sowie dem abnehmenden Handel und der Gastronomie in absehbarer Zeit eine anspruchsvolle Regionalmarke „Altmühltaler Weiderind" auf den Markt zu bringen.

Kontakt: Dieter Popp

 

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