Wandern mit Geschichtsbewusstsein

28.11.2018

FUTOUR berät Kommunen bei neuen Wanderwegekonzepten

Das Wandern ist zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen geworden. Das Image der in Gruppengröße auftauchenden, überwiegend älteren und eindeutig an ihrer traditionellen Einheitskluft erkennbaren Wanderfreunden ist einer neuen Generation von erlebnis- und genussorientierten Gästen gewichen.

 

Wandern hat sich zu einer Trendsportart gewandelt, wovon nicht nur die Zahl der Wanderwege-Zertifizierungen, der aus dem Boden schießenden Wandermagazine, einer kaum mehr messbaren Flut von an Wander-Events oder dem Wandern als Messe-Thema zeugen. Dieser Aufschwung hat natürlich auch mit den umfassenden Aktivitäten des sich diesem Trend geöffneten und ihn herausfordernden Deutschen Wander-Verband (www.wanderverband.de) zu tun.

 

Es ist gut und bemerkenswert, wenn sich mittlerweile sogar Kommunen dazu aufraffen, ihre vorhandenen Wanderwege darauf zu überprüfen, ob nicht der eine oder andere ausgewiesene Weg evtl. entfallen könnte. Bekanntlich ist mitunter ein reduziertes Angebot nicht selten auch besser, kann umfassender gewartet und optimaler vermarktet werden.
Aber es gibt nach wie vor auch Bestrebungen, dass vorhandene Wanderwegenetz zu ergänzen bzw. inhaltlich zu erweitern. Diesen Weg beschreiten jetzt die Gemeinden Nassenfels, Adelschlag und Pfünz im Naturpark Altmühltal (www.naturpark-altmueltal.de), südlich von Eichstätt gelegen. Durch diese Gemeinden verlaufen mehrere traditionelle Römerstraßen, von denen es im Hinterland des Limes eine ganze Reihe gegeben hat. Eine dieser heute in Teilen noch sichtbaren Römerstraße wurde als „Via Reatica" bereits vor Jahren als Radweg ausgebaut und folgt oftmals vorhandenen klassifizierten Straßen, da diese nicht selten die alten Römerstraßen als Idealroute aufgegriffen hatten. Leider werden die im Bereich der drei oberbayerischen Gemeinden liegenden Besonderheiten aus der Römerzeit, aus der Zeit der Kelten, aus dem Mittelalter oder auch zahlreiche hochwertige Baukultur-Zeugen des ländlichen Raums mit dieser Route nicht erschlossen.

Dem sollen nun diese „Via Raetica" begleitende Wanderwege abhelfen. Mit ihnen sollen Fundstätten von Urelefanten oder von Mammutjäger-Plätzen, Keltenschanzen, Reste von  oder reaktivierte römische Villen, mittelalterliche Burgen oder Baudenkmäler ländlicher Baukultur erschlossen werden. FUTOUR Regionalberatung hat die Aufgabe übernommen, dafür geeignete Routen mit solchen Sehenswürdigkeiten zu kombinieren, um neue Angebote für die Bevölkerung vor Ort und auch für Touristen aufzubauen.

Kontakt: Dieter Popp

28.11.2018 • ZurückDruckenWeiterleitenFeedback